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OLIVENBÄUME - ZEIZZEUGEN SÜDEUROPAS

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OLIVENBÄUME - ZEIZZEUGEN SÜDEUROPAS

Der Olivenbaum zählt zusammen mit der Weinrebe zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt.

Bis zu 3000 Jahre alte Olivenbäume sind an vielen Orten rund ums Mittelmeer zu bestaunen. Knorrig, schief gewachsen, stehen sie da – haben Wind und Wetter, kalten und warmen Zeiten getrotzt, Kriege und Brände überdauert und sich immer wieder getrieben gefühlt, selbst aus der Asche hervorzutreten, um der Welt zu zeigen, dass das Leben weitergeht. Nicht umsonst wird er als 'Baum der Bäume' oder als 'König unter den Bäumen' betitelt.

Der Baum ist im Lauf der Zeit für die Menschen zum Symbol geworden, für Sesshaftigkeit, Beständigkeit, der Üppigkeit, des Friedens und des Ruhms. In der Antike dienten Olivenzweige der Krönung der Gewinner friedlicher Spiele, aber genauso für die Helden grausamer Kriege. Die Toten wurden mit Olivenblättern bestattet, um die Götter der Unterwelt zu besänftigen. Ob Baum, Blätter, Früchte oder das daraus gewonnene Öl, die Dichtung des Altertums beschrieb jedes Detail lyrisch und episch.

Das Geschenk der Götter war für die Griechen heilig, wer den Baum fällte musste sogar mit Todesstrafe rechnen. Altes und Neues Testament ist voll von Erwähnungen des Olivenbaumes. Er wurde ein jüdisches, später ein christliches Symbol und erreichte auch eine große Bedeutung im islamischen Glauben.

Aus welcher Region der Baum ursprünglich stammte ist nicht bewiesen, versteinerte Blätter (5000 v.Chr. ) weisen auf Nordafrika hin, aber auch Syrien und Palästina werden als Heimat des Ölbaumes bezeichnet. Ältere Quellen sprechen sogar von 35000 bis 8000v.Chr. als bei Ausgrabungen in Wohnsiedlungen dieser Zeit Kerne gefunden wurden.

Sicherlich ist er über Kleinasien und der Ägäis nach Griechenland gekommen und hat sich im Lauf der Zeit über den gesamten Mittelmeerraum als Nutzpflanze ausgebreitet. Über die ersten Seefahrer ist er sogar bis nach Amerika und später auch in den Süden Afrikas gekommen.

Der immergrüne Baum wächst in den gemäßigten Zonen zwischen dem 30. und 40. Grad nördlicher Breite optimal. Seine Blätter sind fest und schimmern an der Unterseite silbriggrau. Der Stamm ist in jungen Jahren graugrün und glatt, später erst wird er knotig, krumm, rau und dunkel in der Färbung.

Bis er Früchte trägt vergehen schon 7-10 Jahre und steigert dann seine Produktivität bis in die 30er Jahre seines Lebens hinein kontinuierlich. Die besten Erträge liegen zwischen dem 35. und 150. Jahr.